Posts mit dem Label Leserbrief werden angezeigt. Alle Posts anzeigen

RNZ Leserbrief: Alkohol in Bussen und Bahnen (25.01.2010)

Randale in der Altstadt

Kein Wunder


Am Samstag vor einer Woche bin ich mit der OEG um 22.47 Uhr von Lützelsachsen Richtung Heidelberg gefahren. An jeder Haltestelle stiegen Rudel von lauten Jugendlichen zu. Zum Teil sahen sie wie 14 Jährige aus, aber jeder zweite hatte eine Flasche in der Hand mit Wein, Sekt,Wodka oder anderen undefinierbaren Mixgetränken. Diese Flaschen gingen dann von Mund zu Mund und das Gegröle wurde immer lauter. Irgendwann stiegen dann noch vier junge Männer mit Fahrrädern ein, in jedem Gepäckkorb lag ein Sixpack, dem auch sofort zugesprochen wurde.

Die Atmosphäre war angespannt, laut und unangenehm und erreichte ihren Höhepunkt, als einer der Jugendlichen sich mitten in den Wagen übergab. Am Bismarckplatz leerte sich die Bahn, und mich wundert nicht mehr, dass es in der Unteren Straße so zugeht, wie in der Presse oft beschrieben. Ein paar Stunden später sind diese Jugendlichen sicher bereit, sich mit anderen zu schlagen. Ich frage mich, welche Eltern es zulassen, dass ihre Kinder die ganze Nacht herumziehen. Es müsste vielleicht mehr Kontrollen an den Wochenenden in öffentlichen Verkehrsmitteln geben und das Alkoholtrinken verboten werden.


Helga Becker, Heidelberg

Rhein-Neckar-Zeitung, 25.01.2010

Leserbrief: OB–Interview zum Jahreswechsel (09.01.10)

Leserbrief RNZ zum OB–Interview zum Jahreswechsel (gekürzt veröffentlicht)

Lieber OB

Der Ruf nach der Stadt wird dann besonders stark, wenn er jahrelang auf taube Ohren stößt!
Einen Stadtteil nur noch unter touristischer und kommerzieller Maßgabe zu sehen und zu führen, und anschließend von einem Nutzungskonflikt zu sprechen ist mehr als verwunderlich.

Wenn wir Anwohner unseren Stadtteil als unseren Lebensraum ansehen, entsteht also ein Konflikt. Dabei möchten wir hier in der Altstadt keine Sonderbehandlung. Das Gegenteil ist der Fall. Wir wollen so behandelt werden, wie die Bewohner anderer Stadtteile. Niemand möchte aus der Altstadt ein reines Wohngebiet machen, aber auch für Mischgebiete gelten gesetzliche Regelungen, Grenzwerte und Verordnungen, und nicht zuletzt zum Schutze der Anwohner wurden sie eingeführt.

Es ist die Aufgabe und die Pflicht der Stadtverwaltung und der Polizeibehörde für deren Einhaltung zu sorgen. Dieser hoheitlichen Verpflichtung wurde in der Vergangenheit leider nicht annähernd genüge getan. Ob dies zukünftig der Fall sein wird, wird sich zeigen, kann aber heute schon, auf Grund von personeller Unterbesetzung der entsprechenden Organe, angezweifelt werden.


Wir können und werden nicht darauf warten, bis sich das Ausgehverhalten als Folge einer gesellschaftlichen Entwicklung grundlegend in die, sagen wir, richtige Richtung ändert. In der Verlängerung der Sperrzeit sehen wir auch nicht die Lösung aller Probleme, vielmehr sehen wir in der stetigen Verkürzung der Sperrzeiten der vergangenen Jahre eine maßgebliche Ursache für die meisten nächtlichen Probleme in unserer Altstadt und auch in anderen bundesdeutschen Städten. Es freut mich deshalb, dass Sie sich im Stande sehen, die Lokale um 24.00 Uhr zu schließen.

Wir alle sind gefordert und auch in der Verantwortung auf gesellschaftliche Fehlentwicklungen zu reagieren. Die Erziehung eines Kindes erfordert ein ganzes Dorf, besagt ein afrikanisches Sprichwort. Erziehen heißt Grenzen setzen. Eine solche Grenze ist auch die Sperrzeit, die eingeführt wurde, um die öffentliche Ordnung und Sicherheit zu gewährleisten und Anwohner vor den Auswirkungen nächtlichen Zechens zu schützen.

Unter Erziehungsangeboten verstehen wir jedoch nicht -- Happy Hour ab 1.00 Uhr -- Cocktails To Go -- Altbier bis zum Umfallen -- oder -- Einen laufenden Meter Kölsch zum Schnäppchenpreis -- und erst recht nicht eine, rund um die Uhr geöffnete, Kneipenmeile mit den entsprechenden Offerten.

Wenn Sie in diesem Zusammenhang nur befürchten, dass keiner mehr ausgeht und sich die Probleme in andere Stadtteile verlagern, kann ich Sie beruhigen. In der Altstadt wurde auch ausgegangen als die Lokale um 24.00 Uhr schlossen. Wenn sich dann der nächtliche Besucherstrom auch auf andere Stadtteile verteilt, ist dies, nicht nur für die dort ansässigen Wirte, wünschenswert, denn es muss und kann sich nicht alles in der räumlich beengten Altstadt abspielen. Die Altstadt und Ihre Anwohner müssen auch mal zur Ruhe kommen können.

Hier findet auch kein Konflikt zwischen Anwohnern und Gastronomie oder zwischen Jung und Alt statt. Denn weder ist das Alter eines nächtlichen Randalierers relevant noch die Art des Betriebes, der für nächtliche Störungen sorgt. Wenn um drei Uhr nachts zwanzig Nachtschwärmer einen Dönerladen oder eine Disco aufsuchen, wird dies mit einem entsprechend hohen Geräuschpegel verbunden sein, dann wird auch ein, zunächst harmlos erscheinender, Dönerladen zum Problem für die Anwohner.

Dieser Konfliktstoff kann nur mit einer vernünftigen Sperrzeit von 24.00 Uhr unter der Woche entschärft werden. Flankiert von scharfen Kontrollen und rechtlichen Schritten für den, der sich nicht an die Spielregeln hält, und Spielregeln sollten sowohl für Nachtschwärmer als auch für jene Gastronomen gelten, die uns glauben machen wollen, dass sie ihr Lokal nur dann weiter betreiben können, wenn sie ihre Gäste täglich bis tief in die Nacht hinein bedienen können. Da werden dann gebetsmühlenartig DEHOGA-Argumente wie - man müsse dem geänderten Ausgehverhalten oder dem neuen mediterranen Lebensgefühl in Deutschland Rechnung tragen - zitiert, und schnell wird bei der Bewertung der eigenen Stadt das Kriterium der Weltoffenheit mit Weltbesoffenheit verwechselt.

Wenn Sie von gemeinsamen Lösungen sprechen, frage ich mich,
wie sollen diese aussehen und ebenso dringlich,
wer ist alles Teil dieser Gemeinsamkeit?


Die Gastronomen am Runden Tisch, die bestenfalls die Problemgastronomie repräsentieren?
Die Vertreter der Heidelberger Studentenschaft?
Der DEHOGA?
Die IHK?
Vielleicht noch die Vereinigung der badischen Wildpinkler?
Oder die Interessengemeinschaft der Gröler und Randalierer?
Wohlmöglich auch noch der Verband der Reiseveranstalter für Junggesellenabschiede?

Sind alle der Genannten nun aufgefordert über unseren Lebensraum mit zu entscheiden?
Gilt es deren Interessen gegenüber denen von uns Anwohnern abzuwägen?


Das, verehrter OB, wird nicht funktionieren und keine Konflikte lösen, sondern nur weiter polarisierend wirken.

Harald Holzwarth


> RNZ-Interview OB Würzner zum Jahreswechsel (28.12.09)

Leserbrief: Heidelberger Altstadt verkommt

From: ****@gmx.de
Subject: Altstadt
Sent: 11/01/2009


Super hoffentlich passiert hier endlich was!

es geht hier nicht gegen die wirte, es geht gegen das assoziale verhalten 100er von menschen, die jegliche kinderstube verloren haben. es ist ein horror, wie diese tolle stadt verkommt und es keiner merkt. es kann auch nicht im interesse der wirte sein, was hier nachts abgeht! das ist langfristig tödlich fuer alle beteiligten!

in andere staedten werden kneipen geschlossen, wenn es jeden abend randale gibt und die musik bis ans limit gefahren wird - trotz verboten! in HD passiert NIX (z.b. lärmkontrolle mit messungen - ganz einfach)...

runde tische bringen nix, es muss was passieren! es sind max. 5 kneipen die dieses p**** anziehen (ballermann wir kommen und trinken billig schnaps aus eimern... klasse!), es kann nicht so schwer sein, mehr niveau und eine echte kneipenkultur wie früher zu etablieren.

leider verstehen viele, die im grünen wohnen das ganze nicht und denken, die leute wären spießig und kleinlich! NEIN ganz im gegenteil: wir kotzen nur nicht in unsere eigenen hausgänge...

bedenklich sind auch RNZ/meier und ihre pro randale und rathauschreibe! presse sollte immer neutral sein und nicht das hausblatt einiger personen oder gar wirte! kommt mal nachts im sommer um 2 uhr und setzt euch in ein wohnzimmer und ihr schreibt anders...

weiter so hoffentlich wird es besser! den hier gibt es menschen die ihre existenz und ihre häuser haben und nicht einfach aufs land koennen und wollen, die die stadt gern haben und auch gerne draußen sitzen und bier trinken ohne von junggesellen vollgequatscht und entertaint zu werden!!...

danke und beste grüße!

via blog

RNZ-Leserbrief: Heidelberg Altstadt Lärm (30.10.09)

RNZ-Leserbrief: Altstadt-Problematik „Unter Uns"-Kolumne

Diktatur der wenigen


Liebe Frau Thoms-Hoffmann,


Sie schreiben, dass sich die Mitglieder der Initiative „LindA" von ihren Maximalforderungen verabschieden sollten. Damit meinten Sie, wir sollen von unserem Schlaf absehen.

Wir fordern nur die Einhaltung der Polizeiverordnung für Heidelberg (vom 8 März 2001)
und des Lärmschutzes für Mischgebiete von 45 dB(A) gemäß TR-Larm.

Beides wird in verschiedenen Teilen der Altstadt nicht eingehalten. Darüber kann man nicht verhandeln, Sie verhandeln mit dem Finanzamt Ihre Steuerschuld auch nicht
.

Die Altstadt beherbergt zirka 200 Gastronomiebetriebe. Davon machen maximal zehn Prozent den Straßen-Ausschank nach 24 Uhr, demzufolge maximieren weniger als 20 Gastwirte ihren Gewinn zwischen 24 und 3 Uhr beziehungsweise länger.

Demgegenüber stehen etwa 11 000 Bewohner der Altstadt, die ihre Ruhe und saubere Straßen erwarten.

Was ist das für eine Diktatur der wenigen Gastwirte, und warum werden sie von der Verwaltung nicht in die Schranken verwiesen?


Damir Pecornik, Heidelberg

RNZ, 30.10.09

RNZ-Leserbrief: Aggressiver Ton der
Heidelberger Altstadt-Wirte (30.10.09)

RNZ-Leserbrief: Altstadt-Problematik, Banner der Wirte (30.10.09)


Aggressiver Ton


, Heidelberg, Untere Strasse, Destille, Sonderbar, Saufmeile, Alkohol, Trinken, Saufen, Krach, Lärm, Lärmbelästigung, Grölen, Gröler, Ruhestörung, Nachtruhe, Dreck, Randale, Kotzen, PinkelnEin Banner ist eine spezielle Form der Flagge, die das Herrschaftsgebiet eines Adligen bzw. die Zugehörigkeit zu dessen Gefolge kennzeichnet. Ist den Gastwirten da ein Fehler unterlaufen, oder zahlt die Untere Straße schon zu deren Hoheitsge­biet?

Im Übrigen sollten Gastwirte so viel Erfahrung im Umgang mit alkoholisier­ten Gasten besitzen, dass sie nicht durch den aggressiven Unterton der Bannerbe­schriftung zur Eskalation beitragen.

Dieter Strommenger, Heidelberg
RNZ, 30.10.09




siehe auch:

> RNZ: Altstadtwirte zeigen Flagge (24.10.09)

RNZ-Leserbrief: Heinz Reutlinger
Lärm und Dreck in der Heidelberger Altstadt (30.10.09)

RNZ-Leserbrief, Altstadt-Problematik Chefsache des OB (30.10.09)

Heinz Reutlinger, Altstadtrat (CDU)


Kompromiss finden!

Heinz Reutlinger, Heidelberger Bürgerinitiative LindA, Heidelberg, Untere Strasse, Saufmeile, Alkohol, Trinken, Saufen, Krach, Lärm, Lärmbelästigung, Grölen, Gröler, Ruhestörung, Nachtruhe, Dreck, Randale, Kotzen, PinkelnDank der Bürgerinitiativen ‒ das kann man wohl so sagen ‒ können die Bewohner der Altstadt wieder Hoffnung haben. Ohne deren Engagement und Initiativen hätte der OB die Probleme der Altstadt kaum zur Chefsache gemacht, hätte sich der Gemeinderat wohl kaum mit so großer Mehrheit gegen weitere Kneipen ausgesprochen, wäre die jüngste plakative Aktion von Gastwirten m der Unteren Straße wohl nicht erfolgt.

Vielleicht gelingt es jetzt endlich ‒ wie lange wird nun schon darüber diskutiert! - die Probleme "Lärm, Dreck und Randale" in der Altstadt in den Griff zu bekommen. Es muss doch ‒ zumindest bei allseits gutem Willen ‒ ein vertretbarer Kompromiss zu erreichen sein.

Auch für das Image der Gesamtstadt ist es nicht förderlich, wenn sich der Eindruck verfestigt, wer "die Sau rauslassen" will, der muss nachts in die Heidelberger Altstadt kommen
.

Heinz Reutlinger, Bewohner der Altstadt

RNZ, 30.10.09






siehe auch:

> Heinz Reutlinger, Stimmen aus dem Gemeinderat: 'Östliche Altstadt' (30.07.08)
Und was es heißt, konstant nachts nicht schlafen zu können, wenn man morgens zur Arbeit oder zur Schule muss, kann nur der wirklich beurteilen, der von diesem Missstand selbst betroffen ist. Dass eine derartige Entwicklung – wenn sie nicht gestoppt wird – auch zur Verdrängung der Wohnbevölkerung führt, liegt auf der Hand."

"Eine lebensfähige und lebendige Altstadt braucht, um es grob zu formulieren, nicht nur Gaststätten und Kneipen, sondern auch andere Nutzungen. So braucht sie Einkaufsattraktivität. Und sie braucht mehr Qualität statt Quantität."

"Es ist schlicht unverantwortlich, eine negative Entwicklung sich selbst zu überlassen mit dem Hinweis: Der Markt regelt alles von selbst! So kann nur der Marktideologe denken und reden. Denn Tatsache ist: Der Markt regelt halt nicht automatisch und überall alles zum Guten."


> Heinz Reutlinger, Stimmen aus dem Gemeinderat: 'Zur Abstimmung bzgl. Sperrzeitverkürzung (27.06.07)
"Nicht ohne Grund verlassen immer mehr Menschen die Altstadt, darunter alteingesessene Familien. Sie fliehen vor dem Lärm."

"Wie würde wohl die Abstimmung ausgehen, wenn zuvor der gesamte Gemeinderat zum Probe-Wohnen in die Kernaltstadt käme!?"


> Heinz Reutlinger, Stimmen aus dem Gemeinderat: 'Quo Vadis Heidelberger Altstadt?' (07.03.01)
Befremdet hat mich die billige Polemik und vor allem den geradezu menschenverachtenden Zynismus, mit dem da und dort die Debatte um die Sperrzeitverkürzung geführt wurde. Als Mitglied einer Partei, die sich christlichen Werten verpflichtet weiß, habe ich dafür kein Verständnis.

Es geht um Menschen! Der Mensch steht im Mittelpunkt der Politik!

Es hat nur noch gefehlt - aber dazu hatte man doch nicht den Mut -, den Bewohnern der Altstadt, die sich über unzumutbare Lärmbelästigung beklagen, ein Verlassen der Altstadt nahe zu legen. - Der Markt regelt nicht alles automatisch zum Guten!"

RNZ-Leserbrief: Heidelberg Altstadt, "Wir tauschen gern" (12.06.09)

RNZ-Leserbrief, Neckarwiese und Altstadt

Wir tauschen gern!

Wir Altstädter würden mit den Neckarwiesen-Anwohnern, die sich so oft in Leserbriefen beschweren, gerne tauschen, was Lärm, Verschmutzung und Randale betrifft: Schlimm ist es dort nur wenige Stunden und Tage, bei uns wird das ganze Jahr über und zwar durchgehend die Sauerei geduldet. Die Straßen, insbesondere die Untere Straße, sehen morgens oft aus wie Schlachtfelder. Unsere vielfachen Klagen werden gleichwohl ignoriert.

Willi Schweickert, HD Altstadt

RNZ, 12.06.09

RNZ Leserbrief: Heidelberg Altstadt-"Alles wird zur Kneipe" (12.06.09)

RNZ-Leserbrief: Alkoholverbot und Situation in der Altstadt

Alles wird zur Kneipe

Die geplanten Maßnahmen der Stadt (kein Alkohol von Kiosk und Tankstelle) gegen nächtliche Grölerei und Vandalismus gehen meiner Ansicht nach als Anwohner und direkt Betroffener komplett an der Sache vorbei.

Für viele Nachtschwärmer ist der Kiosk wohl die billigere Alternative zur teuren Kneipe, ­ natürlich zum Leidwesen der Kneipiers. Doch auf der Gass' stehn Sie alle! Die Kneipen in der östlichen Altstadt haben öffentliche Straßen zu Schankräumen gemacht.

Wie ist das gemeint von Polizeisprecher Kurzer, "niemand wolle den Kneipengängern verbieten, in der Unteren Straße ihr Bierchen zu trinken"? Ab 23 Uhr in der Kneipe, bitte.

Die Realität sieht anders aus, jede Nacht, und wird toleriert.
Das verbriefte Recht auf Nachtruhe ab 23 Uhr scheint hier keine Gültigkeit zu haben.

Peter Muckenfuß, Heidelberg

RNZ-Leserbrief: Lärm in der Altstadt (06.05.08)

RNZ-Leserbrief: Lärm in der Altstadt / Alkoholverbot

Wem bringt es was?

Wären die medienwirksamen Aktionen „Vereinbarung mit den Wirten, der Polizei und Anwohnern“ sowie die „Gelbe Karte“ in der Altstadt erfolgreich gewesen, um die vom Staat vorgegebenen Lärmgrenzwerte einzuhalten, würde wohl jetzt niemand über ein Alkoholverbot auf den Straßen nachdenken.

Und überhaupt, wem bringt ein „Alkoholverbot light“ etwas? Wohl nur den Wirten, denn so würde erlaubt, dass man nur mit den von den Wirten gekauften Getränken auf der Straße stehen (und lärmen) darf.

Dass mittlerweile von der Stadt das Argument der Wirte genutzt wird, indem man zur „Beruhigung“ der Straßen eine Ausweitung der Außenbewirtschaftung vorschlägt, spricht für sich und erklärt wohl auch, warum die Anrufe und Beschwerden bei den Behörden wirklich zurückgehen.

Lisa Schmidt, HD Altstadt

RNZ, 06. 05.08