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Heidelberg: Entwicklung der Gastronomie in der Altstadt (19.11.09)


Entwicklung der Gaststätten in Heidelberg


Heidelberg Gesamt-Stadt 2009:
ca. 650 Gaststätten

davon in der Altstadt ca. 200 Gaststätten

Entwicklung in der östlichen Altstadt:
1987: 87 Betriebe
1998: 107 Betriebe
2006: 120 Betriebe
(Steigerungsrate 46 %)




Entwicklung der Außenbewirtschaftung in der Altstadt

Steigerungsrate seit 2004: Tische ca. 27%, Stühle ca. 15%




Entwicklung der Events in der Altstadt



Quelle: Stadt Heidelberg, Bürgeramt, Nov. 2009





siehe auch:

> "Wieviel Gastronomie verträgt die Altstadt?", Stadtblatt (23.07.08)

"Bei der Altstadtsanierung seit den siebziger Jahren gab es ein klares Ziel: In der Altstadt soll auch gewohnt werden.

Um herauszufinden, wie die vielfältigen Nutzungen mit dem Wohnen zusammenpassen, hat das Stadtplanungsamt die Gruppe Architektur & Stadtplanung (GRAS) aus Dresden/Darmstadt beauftragt.(...)

(...) „Ein weitere ungehinderte Ausbreitung der Gastronomie würde zu Risiken für den Wohnstandort führen“, so das Fazit von Hermann Sträb."

Stadt Heidelberg: Pressemeldung Gesprächskreis 'Pro Altstadt' (12.10.09)

Gesprächskreis „Pro Altstadt"

Mit ersten Anregungen zur Lösung der Probleme in der Heidelberger Altstadt endete am Dienstag, 10. November 2009, das erste Treffen des Gesprächskreises „Pro Altstadt“. Auf Einladung von Oberbürgermeister Dr. Eckart Würzner trafen sich verschiedene Interessengruppen mit der Stadt und der Polizei im Großen Rathaussaal. Oberbürgermeister Dr. Würzner hat die Belastungen der Altstadtbewohner/-innen, die – insbesondere was die Lärmproblematik betrifft – nicht mehr vertretbar sind, zur Chefsache gemacht.

„Der Gesprächskreis wird dann zu einem Erfolg, wenn keine Gruppe versucht, die Veranstaltung zu dominieren. Ein Machtkampf hat noch nie zum Ziel geführt“, betonte der Oberbürgermeister zu Beginn in Hinblick auf die sehr unterschiedlichen Positionen der Teilnehmer/-innen.

Über drei Stunden lang debattierten die knapp 50 Teilnehmer/-innen über die Ursachen für Lärmbelästigungen, Verschmutzungen und Pöbeleien in der Altstadt, die in jüngster Vergangenheit deutlich zugenommen haben, und mögliche Lösungsansätze. Erste Ideen aus dem Kreis sind beispielsweise ein „Kümmerer“ und eine Telefon-Hotline für Beschwerden, die Verlängerung der Sperrzeit, die Einrichtung öffentlicher Toiletten vor Ort und die verstärkte Präsenz von Polizei und Kommunalem Ordnungsdienst (KOD). Diplom-Ingenieur Joachim Fahrwald von „memo-consulting“ aus Seeheim-Jugenheim moderierte die Veranstaltung, die rund 100 Zuschauer/-innen mit großem Interesse verfolgten.

In einem moderierten Gespräch erläuterten Oberbürgermeister Dr. Eckart Würzner und Bernd Fuchs, Leiter der Polizeidirektion Heidelberg, die ordnungsrechtlichen Möglichkeiten und Rahmenbedingungen. „Polizei und KOD arbeiten bereits jetzt in der Altstadt eng zusammen. Zur Verstärkung des KOD kann jetzt außerdem flexibel auf den Gemeindevollzugsdienst zurückgegriffen werden, der eigentlich nur für die Überwachung des ruhenden Verkehrs zuständig ist“, sagte der Oberbürgermeister. Einer der Bausteine mit langfristiger Wirkung sei der kürzlich vom Gemeinderat verabschiedete Bebauungsplan „Östliche Altstadt“. Doch in vielem seien der Stadt die Hände gebunden: „Nach Landesgesetz dürfen Gaststätten und Diskotheken ab 1. Januar 2010 bis fünf Uhr morgens öffnen – wir arbeiten jetzt an einer Satzungsänderung, die diese Regelung wieder einschränkt. Und dass Jugendliche Alkohol in die Altstadt mitbringen und dort konsumieren, können wir nicht verbieten“.

Polizeichef Bernd Fuchs lobte die Zusammenarbeit von Polizei und Stadt: „Wir ziehen nicht nur an einem Strang, sondern auch in die gleiche Richtung. Das Polizeirevier Mitte schreitet seit Jahren in der Altstadt konsequent ein.“

Weitere Veranstaltungen geplant
Für den Gesprächskreis „Pro Altstadt“ sind insgesamt vier Treffen, jeweils von 18.30 bis 21.30 Uhr, geplant. Alle Veranstaltungen sind öffentlich. In der zweiten Sitzung am Montag, 14. Dezember 2009, berichten Vertreter/-innen anderer Kommunen mit ähnlichen Problemen von ihren Erfahrungen und Strategien. In der Sitzung am Montag, 11. Januar 2010, erarbeiten die Teilnehmer/-innen des Gesprächskreises gemeinsam Lösungsansätze für die Altstadt von Heidelberg und fassen diese in einem Handlungskonzept zusammen. Um die Feinabstimmung des Handlungskonzeptes geht es am Montag, 8. Februar 2010. Bei diesem Treffen sollen die Verantwortlichkeiten für die Umsetzung festgelegt und Vereinbarungen für die Erfolgskontrolle getroffen werden.

Im Februar/März 2010 soll das Handlungskonzept des Runden Tisches dann dem Gemeinderat vorgestellt werden. Nach den vier Sitzungen wird der Runde Tisch nicht aufgelöst, sondern bei Bedarf, jedoch mindestens einmal jährlich, zusammentreten.

Am Runden Tisch nehmen teil:
Stadtteilverein Alt-Heidelberg, Bürger für Heidelberg e.V., Bürgerinitiative Linda, Bürgerinitiative ILA, Bürgerinitiative Wohnen in der Altstadt, Bürgerinitiative BIEST, Bürgerinitiative Kornmarkt, Bürgerinitiative Dreikönige, Studentenwerk Heidelberg, Universität Heidelberg Fachschaftskonferenz, Kinderbeauftragter, Industrie- und Handelskammer Rhein-Neckar, DEHOGA Baden-Württemberg e.V., PRO Heidelberg e.V., Gaststätte „Destille“, Gaststätte „Sonderbar“, Gaststätte „Mels“, Mitglieder des Bezirksbeirates Altstadt, Mitglieder des Jugendgemeinderates, Polizeidirektion Heidelberg, Stadtverwaltung Heidelberg: Oberbürgermeister, OB-Referat, Bürgeramt, Amt für Umweltschutz, Gewerbeaufsicht und Energie, Amt für Abfallwirtschaft und Stadtreinigung, Amt für Stadtentwicklung und Statistik, Amt für Öffentlichkeitsarbeit.


> via heidelberg.de (Datum/Abruf: 12.11.09)

Pressekonferenz OB Würzner (12.10.09)

„Wir werden konsequenter vorgehen“

Heidelbergs Oberbürgermeister Dr. Eckart Würzner will verstärkt Lärm und Verschmutzung in der Altstadt unterbinden

Die Stadt Heidelberg wird in Zukunft noch mehr gegen die Verursacher von Lärm und Verschmutzung in der Altstadt unternehmen. „Wir werden konsequenter vorgehen“: Das kündigte Oberbürgermeister Dr. Eckart Würzner auf einer Pressekonferenz am 12. Oktober an. Außerdem lädt die Stadt Heidelberg Altstadtbewohner/-innen, Gastronomen, den Stadtteilverein, den Bezirksbeirat, die Bürgerinitiative LINDA, Polizei, Universität, Studentenwerk und Verbände zu einem Gesprächskreis „Pro Altstadt“ ein, um gemeinsam Lösungen für die besonderen Probleme der Altstadt zu finden. Die erste Sitzung des Gesprächskreises, an der OB Dr. Würzner persönlich teilnehmen wird, findet am Dienstag, 10. November, um 18.30 Uhr statt.

Bereits in der vergangenen Woche hatte der OB das zuständige Bürgeramt angewiesen, konsequent Verstöße von gastronomischen Betrieben gegen Vorschriften und Gesetze zu ahnden. So sollen strikter die Einhaltung der Außenbewirtschaftungszeiten überwacht und Verstöße dagegen sofort unterbunden werden. Zudem werden keine weiteren Sperrzeit-Verkürzungen gewährt. Der Gemeinderat hatte Ende 2008 probeweise die Ausdehnung der Sperrzeiten für Außenbewirtschaftung in Heidelberg bis 24 Uhr am Wochenende auf Antrag gestattet. Allerdings gilt das nur dort, wo keine Beschwerden vorliegen. Am Ende der Außenbewirtschaftungssaison 2009 wird dem Gemeinderat hierzu ein Erfahrungsbericht vorgelegt. Der Kommunale Ordnungsdienst wird in den nächsten Monaten schwerpunktmäßig und konsequent in der Altstadt kontrollieren. Mit der Polizei werden Gespräche geführt, um auch eine stärkere Präsenz der Polizeikräfte zu erreichen.

Außerdem kündigte der Oberbürgermeister eine strenge Überwachung des Ladenschlussgesetzes an, das voraussichtlich zum 1. Januar 2010 in Kraft tritt. Es verbietet den Verkauf alkoholischer Getränke nach 22 Uhr. Wer dagegen verstoße, müsse mit Bußgeldern und weiteren Maßnahmen bis hin zur Schließung seines Geschäftes rechnen, so der OB.

Der OB betonte, die Stadt habe auch bereits in den vergangenen Monaten einiges in Bewegung gesetzt, um die Probleme in der Altstadt in den Griff zu bekommen: „Im März dieses Jahres haben wir den kommunalen Ordnungsdienst eingerichtet, und das hat sich bewährt. Aufgabe der sechs Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter war es von Anfang an, an den „Brennpunkten“ Neckarwiese und Altstadt zu patrouillieren und kontrollieren – stets in enger Kooperation mit der Heidelberger Polizei.“ Zudem habe es verschiedene Gespräche mit den Altstadt-Gastronomen gegeben. Dort habe man sich auf freiwillige Maßnahmen verständigt, um die Lärmbelastung zu verringern. Die immer dramatischer werdende Situation zeige jedoch, dass freiwillige Aktionen offenbar nicht ausreichen und verstärkte ordnungsrechtliche Maßnahmen nötig seien. Der OB bedauerte außerdem, dass der Verwaltungsgerichtshof das Alkoholverbot auf öffentlichen Plätzen, wie es in Freiburg praktiziert worden war, gestoppt habe.



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Presseinfo der Stadt (28.09.09)

Gesprächskreis: "Leben in der Altstadt"


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