Ruprecht: „Man muss den Menschen Grenzen setzen“ (6.5.2010)

Runder Tisch erstellt umfangreichen Maßnahmenkatalog



Der Runde Tisch „Pro Altstadt“ hat eine öffentliche Diskussion über die Altsatdt erzeugt, die lange überfällig war. Der von ihm ausgearbeitete Maßnahmenkatalog, stellt eine Gefahr für das Nachtleben in der Altstadt als Ganzes dar.

Karin Werner-Jensen lehnt sich zurück und lässt sich die Sonne auf ihr Gesicht scheinen. Ob sie zufrieden sei mit dem Runden Tisch? „Wichtig ist, dass uns die Stadt endlich ernst nimmt“, sagt sie. (...). Als Oberbürgermeister Eckhard Würzner den Runden Tisch „Pro Altstadt“ Ende 2009 ins Leben rief, hat er damit auf den öffentlichen Druck von LindA reagiert. (...).

Am Runden Tisch diskutierten Würzner und die Stadtverwaltung zusammen mit Bürgerinitiativen, Wirten, Hoteliers und der Fachschaftskonferenz (FSK) die Probleme und suchten nach Lösungen. Von einem Erfolg könne man erst sprechen, wenn es leiser geworden sei, fügt Werner-Jensen hinzu. Jetzt komme es auf die Umsetzung des Katalogs an (...). „Die Koordination zwischen Polizei und Kommunalem Ordnungsdienst funktioniert nicht“, beklagt Werner-Jensen (...).

„Leben in der Altstadt ist in manchen Teilen kaum möglich“, erklärt Joachim Förster, Vorsitzender des Vereins Alt-Heidelberg (...). Lärmmessungen aus der Kettengasse von 2009 zeigten, dass es dort nachts in der Regel lauter ist als am Tag (...). Den Nachtschwärmern müsse klar werden, dass in der Altstadt Menschen leben, die morgens früh aufstehen und arbeiten müssen. Sie (KWJ) ist überzeugt, dass in der Altstadt über einen verstärkten Einsatz von Polizei und Kommunalem Ordnungsdienst hinaus schärfere Maßnahmen, wie ein Alkoholverbot auf öffentlichen Plätzen erforderlich seien.

Doch diese Forderungen stoßen den Gegnern des Katalogs bitter auf.
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Max Mayer, ruprecht (Heidelberger Studierendenzeitung, Mai 2010)